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" Schluss"- Rechnung

Um 1 Kilogramm Rindfleisch zu produzieren, werden 15.931 Liter Wasser benötigt.
Täglich sterben weltweit 4873 Kinder an Wassermangel oder durch Wasserverunreinigungen.

Aufgabe 1: wenn man 20 Dekagramm Rindfleisch verzehrt, dann müssen dafür wie viele Kinder sterben?


Aufgabe 2: jeder Mensch konsumiert im Schnitt täglich 8 Dekagramm Rindfleisch.

 Berechne den Wasserverbrauch, wenn dies 16.863.954 Menschen täglich tun.


Aufgabe 3: den errechneten Wasserwert aus Aufgabe 2, rechne jetzt in tote Kinder um.

aW; 2009

 
Seneca's training

Ich halte es für notwendig, ab und zu Tage einzuschieben, an denen wir uns durch eine freiwillig gelebte Armut vorüben für die Wirkliche. Und das ist um so nötiger, da wir durch unsere Gelüste völlig verweichlicht sind und alles als hart und schwer empfinden. Ja, wir müssen uns aus dem Schlafe reißen und aufrütteln und müssen uns dessen erinnern, dass die Natur nur sehr wenig für uns bestimmt hat. Keiner wird reich geboren, jeder, der das Licht erblickt, ist gehalten, mit Milch und mit einer Windel sich zu begnügen. Und nach einem solchen Anfang wollen uns doch oft Königreiche nicht genügen.    

 Lebe wohl !

 
Appetitliche Droge
DER SURREALISMUS IST keine KUNST.
ER IST eine DROGE.

aW; 2017
 
Kopfschuss

 Die Kunst und deren Macher müssen verrückt sein dürfen. Alles andere wäre ein Kopfschuss mitten durchs Herz!

aW;  2008

 
Augen der Liebe ( Besucherwunsch)
 

Ob die Augen der Liebe
offen oder geschlossen bleiben
hängt davon ab
ob das Vertrauen
ein Krautfass oder ein Kaminbesen ist.


aW; 2013

 
WEISS ich nicht !

Was heißt denn schon schön ?  Was heißt hässlich ?
Was heißt groß, stark, gescheit und schwach ?
Wer ist denn schon Guillaume Apollinaire und Francis Picabia?

Weiss ich nicht ! Keine Ahnung ! Nie davon gehört !
Was heißt denn schon " ICH " ?
Weiss ich nicht ! 
Keine Ahnung ! Nie davon gehört !

aW; 2007

 
PLATONISCHE GEBISSE KAPITEL II

Die Amazone Handtuchhalter

 

Das von einem Menschen begangene Verbrechen wird zum Vergnügen in seinen Ohren; die Erinnerung an die eiskalten Finger kühlt die Luft im Sommer ab und wärmt im Winter wie die große Leidenschaft auf einem von öden Landschaften umgebenen Felsen; das Opfer trägt immer etwas Verachtung auf dem Gesicht, da wir viel Zeit brauchen, um uns ihm anzuschließen: das ist viel schrecklicher.

Nach einer Weile: 

Sie führen meinen Geist irre, Sie waren bewundernswürdig, Ihr Gehirn, schattenlos wie das Licht eines musikalischen Vornamens, glänzte mit dem Lärm von schweren Stiefeletten; jetzt ist das Fiasko gewiss, nicht wahr? Sie sind furchtbar krank, Ihre gegen ein Brett offenen Lippen sind absurd wie die Kleider eines Romeos. Leser des Olymps, über die Balustrade gebeugt, Ihr seid das gleiche Blut wie ich, und unter dem riesigen, mit gelben Blütenblättern lodernden Leuchter, schaut Euch die vulgären Nuancen gekleideten Ungeheuer des Orchesters an. . . !!! Ein Ehepilz hat die Augen auf der Kehrseite seiner Hände; er ist ein Gentleman, er hat gute Beziehungen, nun – er ist ein Schleienmaul. Alle Frauen nicken mit dem Kopf von oben nach unten; „ ja“, sagen sie und trocknen die Augen mit einem kleinen blauen Taschentuch und ihre Blicke richten sich auf mich. Entschuldigung!

 Meine Augen sind voller Seufzen, ich will euch allen das Haar streicheln, während die Menge mich einen Verrückten schilt. – Verrückt! Gott im Himmel! – Und jetzt ist der vollkommen glückliche Sommer. Ich habe gehört, dass der Tau des Atems der Skulptur und der Malerei ähnelt; vergesst bis morgen Abend nicht die Suggestion und die guten Ratschläge der Juden. 

Die im Wartesaal des Bischofssitzes getroffene Reblaus, „ of the emancipatory movement“, Flöhe mitten im Revillon-Haar; „ brilliant society“ im immer mit Literaturkranken vollbesetzten Tingeltangel Oper; der Papst öffentlicher Dienst Weinblätter verunglimpfen das demokratische Bekenntnis des gesicherten Friedens; wie Heinrich IV. , Jäger der Guerlain-Emotionen, verstehen sie den das hohe Alter enthüllenden Sinn; Schwäche im Stab der Eifersucht als Schlag des Morgens Maschinengewehrschützen, beladen mit anderen Visionen. Es scheint mir also logisch, auf Seidenblätter in der alten Methode Entwicklungen Stillleben zu schreiben, um dem Apotheker des Probierens der Bazar Amateure einen festen Platz zu verschaffen, der Flaneure der Leidenschaft, gangränesziert in einem Diplomatenbrief, der von den Klerikalen des astronomischen Immatrikulationshandels immer mehr erwartet wird. Bewegliches Vermögen, Rennen und Nutznießungen, Arbeitsprodukt, Wagen, Automobile, Velozipede, Motorräder, Hunde des Bezirkes unter freiem Himmel fügen der schlechten Laune der vereinzelten Schreie eine kurze Beleidigung zu. Ungerechtigkeiten unserer großen Familie mit den verschiedenen Aspekten; und die am wenigsten informierten Leute des alten Regimes setzen sich für die Verteidigung der Verpflichtung ein, ohne dass vertrauliche Tal der Vororte und die eingefleischte Disziplinlosigkeit zu vergessen, die das nationale Vergnügen von Invaliditäten auf Lebenszeit mit der Höhe der beiden Köpfe verbindet. Aber das ist bei weitem noch kein Grund, die Daseinsberechtigung zu verdächtigen, wir sind in strikter Neutralität für die Unabhängigkeit der Entwickler des photographischen Denkens. Die natürlichen Grenzen der Ungeschicklichkeiten führen die Disziplin auf einen vom Nordwestwind plattgewalzten Boden, unter bestimmten Abkommen Kollegen. Zwischen den Anwandlungen von grobem Schamgefühl des herrlichen, aber am Reichtum der ausgehaltenen Frauen verankerten Helden wird das mittelmäßige Nichts durch die Tugend der moralischen Eigenschaften des blinden und wie das fatale Gesetz der Vorurteile einfachen Weltalls befriedigt.

Kunst und Wissenschaft sind objektiv wie die Frauen; der Intellektualismus zwischen Mann und Weib ist eine quälende Lähmung, am besten geht man in ein Bordell und liebt ein oder zwei Stunden die jähe leidenschaftliche Besitzerin und inbegriffen vor der Gottheit aus zinnlegiertem Glas. Kinematograph von einigen Minuten, Bilder eines stillen Glücks, echte Liebe, die täglich im sublimierten Sublimen ertrinkt. – Kind Moses, von allen als Erinnerung zurückgewiesen, das über die vitale Kontinuität der Welt Samenfaden hinausgeht. Die Natur lenkt die Gattung vom Bösen ab, die Theorie sucht nach ihren Rechten und treibt die kleinen antisozialen Menschen der Impotenz entgegen, die die subjektive Schwingung des Fleisches lallt, eine Enttäuschung. Hohe Treppen des diebischen Himmels, Sie sind die fortgehende Liebender Liebende – also keine Ironie über die Lust der Sinne Eizellen. Sorgfältig übertragen Hände die Sympathie, die aus einer Menge mit erschüttertem Herzen vor einer Gottheit entstanden ist, eingeschlossen in einem gebohnerten Salon. Man ertrinkt mit dem Blick der verfolgenden Wolken von Arbeitern königlichen Gräbern in der Beweglichkeit der Neger-Nonnen, wo sich das Unerforschte in meinem Gedächtnis einschließt in der Form von flüchtigen Heimtücken mit einem spontanen Schlag wie die Schöpfung eines sich nicht gleich bleibenden Dichters, gequält in der sexuellen, den heftigen Niedergeschlagenheiten unterworfenen Inspiration.  

Bitter wie der unsterbliche, zerstreute Gedanke an die Sorgen der egoistischen Vaterschaft der Rose, der egoistischen Ewigkeit des Menschen gegenüber der Liebe entgegengesetzt. Die Liebe, eine Art über die Zärtlichkeit der Zukunft gebeugte Traurigkeit, um im Instinkt des doppelten Herzens zu leben, besteht darin, die Religion für das Verlangen des unbestimmten und widersprüchlichen Hasses zu erfinden. Meistens reicht der erste unvergleichliche Schritt zu einer Unbekannten dem Fehlgriff seine fernen Arme und der Grausamere der Wonne des Absoluten, in der sich die Schätze eines blinden Dammes befinden. Ihr Schauspielerinnen und Schauspieler, am Grund der alten Ohren grüßt Ihr die Lieder der höheren Befehle, anstatt dem Licht hohe Schule den Rock hochzuschlagen.


 

FRANCIS PICABIA - Lausanne, 15. Dezember 1918

 
Geld-Talente und Talente-Geld ( Besucherwunsch)
Geld- Talente sind Talente die aus den dunkelgrauen Staubschwaden der verwirrten Toreros auftauchen. Talente, die die Arena nur getarnt mit schwerem Atemschutz betreten um unbeschadet und unerkannt der Dekompression durch die Kämpfer zu entkommen. Bevor die Talente denen Stöcke zwischen die Zähne schieben,um sie auszuquetschen wie Tintenfische, ziehen sie denen die Hosen bis zu den Knöcheln hinunter. Mit ihren Stiefeln treten sie denen dann solange in die nackten Ärsche bis die ihre Talente-Gelder "freiwillig" ausspucken. Bedanken tun sich die Geld-Talente mit einem a cappella gesungenen Nilpferdsong. Dann tauchen die Geld-Talente in der Kanalisation ab. Ihre prall gefüllten Säcke verstecken sie zuvor zwischen den Bänken der Schulbusse. Dort tauschen die Geld-Talente auch die Militärstiefel gegen die Sandalen jungfräulicher Geishas aus. Ihren Gestank übertönen die Geld-Talente mit Schweizerkäse. Ihre Fluchtwege verlaufen immer durch die erntefertigen Gemüsebeete der Nutzmenschen. Dann wird noch schnell die Präpotenz mit der heiligen Krone der Selbstanzeige gekrönt. Obwohl Ihre Lippen vom Zählen grün- gelb und rötlich eingefärbt sind reichen die Talente-Gelder offiziell immer nur für einen Toiletten oder Kirchengang. Es folgt das Mitleid und die Achtung der Talentelosen. Sobald sich die Staubschwaden lichten, dürfen die Toreros ihre Hosen wieder hinauf und die Hemden ausziehen. Wieso? Damit beim Ärmelaufkrempeln nicht zu viel Zeit verschissen wird.

aw; 2014
 
Horizont ( Besucherwunsch)
 

 

 
 

Wie eng ist doch das Meer,
wie nah liegt der Horizont.
Zu offen ist der Moment
und viel zu kurz das Sein.

 

aW; 2008

 
STILLEN ( Besucherwunsch)

Säuglinge werden von ihren Müttern gestillt, wenn sie schreien.
Kinder werden mit Süßigkeiten abgespeist, wenn sie quengelig sind und stören.
Größere Kinder stillen sich selbst mit Computerspielen und Drogen.
Noch ältere Kinder werden mit schnellen Autos, Macht , Familie, Sex, oder durch den Suff abgelenkt.
Die im Sterbebett liegenden Kinder werden dann mit dem Glauben gestillt, wenn sie schreien.

aW; 12.11.2007

 
Francis Picabia

"Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!"

 
Was ist der Traum?

Wir benutzen die Wörter: Traumhochzeit, Traumfrau, Traummann, Traumauto, Traumhotel und viele mehr. Wir benutzen die Sätze: Das ist wie im Traum. Im Traum und in der Liebe ist nichts unmöglich. Ich glaube, ich träume. Lebe deinen Traum. Ein Traum ist wahr geworden, und viele mehr. Im Traum geht es aber nicht darum, Wahres zu schaffen, weil ja das was heute wahr ist morgen schon wieder falsch sein kann. Im Traum sind auch alle gleich. Im Traum kann man auch alle Personen zu sich hohlen. Im Traum kann jeder alles haben, und im Traum lebt man. Der Traum ist auch das gerade Gegenteil des Denkens.  Der Traum lässt uns glauben, dass er überhaupt nur eine ungebundene, aufgelöste Erscheinungsform des Denkens sein kann. Der Traum und das Denken könnten aber auch zwei unterschiedliche Aspekte eines und desselben Vermögens sein. Wie, Tag und Nacht, Eingang und Ausgang, Vorderseite und Rückseite, Traum und Alptraum, oder wie Himmel und Hölle. 

Wenn wir aber den Tag, den Wachzustand, als Realität empfinden, was ist dann der Schlaf und vor allem die Träume?

aW; 2005

 
Paul an Gala

Brief: Breton - mit Unterstützung von Peret, Huggnet und den Malern Tanguy, Brauner, Ernst, Herold und  Meret Oppenheim - an die Surrealisten

Lieber Freund, wir rechnen fest mit Deiner Anwesenheit bei der Versammlung am 5. Februar um 9 Uhr bei Breton in 42 rue Fontaine. Tagesordnung: da sich Dali wiederholt konterrevolutionär verhalten und sogar den Hitler – Faschismus glorifiziert hat, schlagen die Unterzeichneten – trotz Dalis Erklärung von 24. Januar 1934 – vor, ihn als faschistisches Element von der surrealistischen Bewegung auszuschließen und ihn mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen.

Brief: Paul an Gala

Bevor ich Deinen Brief erhielt, schickten Tzara und ich jeweils einen Brief an Breton, in dem wir unser Bedauern über die scharfen Angriffe auf Dali ausdrückten und darauf hinwiesen, dass wir uns surrealistische Aktivitäten ohne ihn nicht vorstellen können. Dali muss unbedingt ein anderes Thema für seine Wahnvorstellungen finden. Uns liegt – genauso wie auch ihm – sehr viel an einer weiteren Zusammenarbeit; das Lob auf Hitler, vor allem so, wie Dali es ausdrückt, ist jedoch völlig inakzeptabel und wird das Ende des Surrealismus und unsern Bruch mit Dali zur Folge haben. [ ….] Was den von Dir erwähnten Hass, die Verständnislosigkeit, den Neid und die Dummheit betrifft, so kannst Du glauben, dass ich mich von all dem distanziere. Aber diese Regungen ausmerzen zu wollen, ist zwecklos. [ ….] Es kommt jetzt darauf an, weiterhin gemeinsam aktiv zu seien, da sich jedes individuelle Handeln bald als fruchtlos, ja sogar schädlich erweisen wird, denn es läuft Gefahr, sich zu verbürgerlichen.

Auszug aus einem späterer Brief: Paul an Gala

Da Dali sein Verhalten nicht ändert und ich der Meinung bin, dass 1. ein derartiger Verteidiger wie Dali den Faschisten nur allzu willkommen ist und 2. die eigensinnige Haltung Dalis einen echten Verrat darstellt (sie lässt z.B. Aragons Verhalten als objektiv richtig erscheinen), habe ich Gestern Breton ermächtigt, künftig auch in meinem Namen nach seinem Gutdünken zu entscheiden.

Quelle: der sehende Bruder

 
Die Zeit hat keine Gegenwart ( Besucherwunsch)

Pedantisch und logisch gedacht hat das akute Hier und Jetzt auf Grund der Zeit keine Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft haben ihren Schnittpunkt irgendwo im Makro- Sekundenbereich. Ginge nichts vorbei, so würde es keine Vergangenheit geben. Würde nichts heran kommen, so gäbe es keine Zukunft. Also muss die Gegenwart auf Kosten der Zeit im Nichtsein verschwinden, da nur die Zukunft und die Vergangenheit gemessen werden kann. Sollte es die Gegenwart theoretisch und philosophisch gedacht doch geben, so muss sie logischerweise irgendwo zwischen dem im noch nicht, und dem nicht mehr sein liegen. Was aber nichts anderes bedeutet als: Alle Lebewesen und Dinge die keine Zeit haben, haben ihren Bestand ohne Vergangenheit und ohne Zukunft in der Gegenwart.


aW, 2009

 
SURREALISMUS

Surrealismus ist wie undurchsichtige Schaufenster in denen man die Freiheit sieht!


aW; 2008

 
 
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